Hilfe Kontakt
Startseite |  Kontakt  |  Impressum
:: AKTUELLES ::

Tipp Hersteller-Neuheiten
Hier finden Sie viele Produktneuheiten, die auf der SHK-Messe und der IFH/intherm 2014 vorgestellt wurden. Mehr

Tipp Auf der Suche nach schönen Ideen?
Sie finden über 600 aktuelle Milieubilder in unserer neuen Bad-Inspiration Mehr

Tipp Wärmezählerpflicht
Haben Sie bereits umgerüstet? Seit Anfang 2014 gilt für alle Mehrfamilienhäuser die Wärmezählerpflicht. Mehr

Tipp Richtig Lüften und Heizen
Videos und Informationen zum Thema Lüften und Heizen. Mehr

Tipp 30 Jahre oder älter?
Neue Energieeinspar-Verordnung verpflichtet zum Austausch alter Heizungen! Mehr

Tipp Alter Heizkessel?
Hier erfahren Sie, ob sich ein Kesseltausch für Sie lohnt. Mehr



Zurück
zur Merkliste hinzufügen
Merkliste ansehen
Druckversion
Als PDF speichern

Richtig lüften und heizen

Achten Sie auf ein gesundes Raumklima durch richtiges Lüften und Heizen!

Ob Sie sich in Ihren vier Wänden wohl fühlen, hängt nicht zuletzt von der Raumluft ab. Dabei spielen Temperatur und Luftfeuchtigkeit eine entscheidende Rolle. Allein unser Aufenthalt in einem Raum lässt die Luftfeuchtigkeit deutlich ansteigen. Aber auch Tätigkeiten wie kochen, wischen, duschen oder das Öffnen der gerade durchgelaufenen Spülmaschine trägt dazu bei. Ist Ihnen bewusst, dass in einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt täglich bis zu 15 Liter Wasserdampf „entlüftet“ werden müssen? Je nach Lufttemperatur kann die Luft mehr oder weniger Wasserdampft aufnehmen. Steigt die Luftfeuchtigkeit zu stark an oder fällt die Lufttemperatur ab, schlägt sich Kondens- oder Tauwasser an den kältesten Oberflächen des Raumes, z.B. an Spiegeln, Fensterflächen, Raumecken oder an Flächen mit wenig Luftbewegung, z.B. hinter Schränken, nieder.

Aktiv lüften und Heizkosten sparen
Bitte klicken, um zum Video zu gelangen.
Richtig Lüften und Einrichten
Bitte klicken, um zum Video zu gelangen.

Um Schimmelbildung vorzubeugen, sollte die Luftfeuchtigkeit daher zwischen 45 % und max. 60 % liegen. Die Raumtemperatur wird zwischen 19 °C und 22 °C als angenehm empfunden. Kontrollieren Sie mit einem handelsüblichen Hygrometer regelmäßig die Luftfeuchtigkeit Ihrer Räume. Spätestens aber, wenn sich Kondenswasser bemerkbar macht, muss gelüftet werden, damit überschüssige Feuchtigkeit nach draußen transportiert werden kann.

So können Sie effektiv die Schimmelpilzbildung vermeiden und das damit verbundene Gesundheitsrisiko minimieren.

Feuchtigkeitsquelle Menge der Feuchtigkeitsabgabe pro Tag
Atmen/schwitzen einer Person ca. 1,0 - 1,5 Liter
Kochen ca. 0,5 - 1,0 Liter
Duschen/baden einer Person ca. 0,5 - 1,0 Liter
Wäschetrockner ca. 1,0 - 3,0 Liter
Zimmerpflanzen ca. 0,5 - 1,0 Liter

So lüften Sie richtig:

  1. Lüften Sie täglich und das mehrmals (3 – 4-mal täglich).

  2. Lüften Sie immer bei vollständig geöffnetem Fenster (Stoßlüftung). Nur so ist ein kompletter Luftaustausch in kurzer Zeit möglich. Öffnen Sie zusätzlich die Innentüren und lüften Sie quer, um die Effektivität des Lüftens noch zu erhöhen. Bei der Querlüftung reicht bereits ein mehrfaches Lüften von nur 2 - 5 Minuten aus, damit Feuchtigkeit, aber wenig Wärme entweichen kann.

  3. Kipplüften dauert erheblich länger und erhöht dadurch den Wärme- und Energieverlust erheblich. Daher während der Heizperiode keine Kipplüftung anwenden.

  4. Lüften Sie die Räume je nach ihrer Nutzung: Schlafräume am besten morgens nach dem Aufstehen, mindestens 5-10 Minuten. In Küche und Bad, wo viel Feuchtigkeit entsteht, sollte diese direkt nach dem Entstehen weggelüftet werden. Haben diese Räume keine Fenster, lassen Sie die Ventilatorlüftung lange genug laufen.

  5. Trocknen Sie Wäsche am besten in einem gut gelüfteten Kellerraum oder mit einem Trockner.

  6. Große Möbelstücke sollten Sie möglichst nur an Innenwänden oder gut gedämmten Außenwänden aufstellen. Achten Sie auch auf einen ausreichenden Abstand zur Wand (ca. 5 – 10 cm) und auf Lüftungsschlitze am Boden, damit die Luft dahinter gut zirkulieren kann. Es können auch Sockelleisten entfernt werden (Vorsicht z.B. bei Bettkästen).

  7. Bei der Planung eines Neubaus sollten Sie unbedingt über eine kontrollierte Wohnraumlüftung in Form einer Lüftungsanlage nachdenken. Sie hat den Vorteil, bedarfsgerecht für ein optimales Wohnklima zu sorgen und dabei so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen.

  8. Beim Lüften im Sommer müssen Sie bei kalten Räumen, insbesondere bei Kellern, vorsichtig sein, weil sich die Luftfeuchtigkeit der Außenluft schnell an den kalten Wänden niederschlagen kann. Daher Kellerfenster an warmen, schwülen Sommertagen höchstens in den kühlen Morgenstunden öffnen und ansonsten geschlossen halten.

So heizen Sie richtig:

  1. Lassen Sie Ihre Heizungsanlage durch einen Fachmann überprüfen - denn nur eine gut gewartete und gut eingestellte Heizungsanlage arbeitet effektiv und spart so bares Geld.

  2. Senken Sie - wenn möglich - Ihre Raumtemperatur. Bei einer Senkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius können Sie bis zu 6% Heizenergie einsparen. Senken Sie sie aber nicht auf unter 16° Celsius, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Auch nicht solche, die Sie nicht benutzen.

  3. Halten Sie die Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen - bei geöffneten Türen strömt warme Luft in das kühlere Zimmer und kondensiert dort: Gefahr von Schimmelbildung.

  4. Drehen Sie während einer längeren Lüftungsperiode die Heizkörperventile ab. So wird viel Heizenergie eingespart. Gute elektronische Thermostatventile können so etwas von selbst erkennen und schließen sich automatisch bei einem schnellen Temperaturabfall.

  5. Versuchen Sie nachts die Heiztemperatur abzusenken. Mit elektronischen Thermostatventilen, die eine Zeitschaltuhr besitzen, geht das selbstständig. Stellen Sie diese so ein, dass sie während Ihrer Arbeits- und Nachtzeiten die Temperatur senken.

  6. Achten Sie darauf, dass die Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Möbel verdeckt werden. Auch hier gilt: mindestens 10 cm Abstand zu Heizkörper und Boden, damit die Luft zirkulieren kann.

  7. Dämmen Sie Ihren Heizraum und die Rohre - besonders im Keller oder bei einer Aufstellung außerhalb des Hauses (z.B. Heizraum in der Garage).

  8. Bei der Warmwassererzeugung ist eine Temperatur von über 60 Grad Celsius nicht notwendig - vermeiden Sie daher, dass Ihr Warmwasser noch weiter erhitzt wird.

  9. Heizkörper sollten regelmäßig entlüftet und optimal eingestellt werden, denn nur so arbeiten sie effektiv.

  10. Bei einem Neubau sieht das anders aus. Ein Neubau braucht ca. ein bis zwei Jahre, um vollständig auszutrocknen. In dieser Zeit besteht ein erhöhter Heizbedarf.
Querlüftung
Querlüftung
Stoßlüftung
Stoßlüftung
Kipplüftung
Kipplüftung